Deutschland, NOFV Oberliga Süd (4. Level)

Sa., 23.04.2005, Westsachsenstadion – Zwickau, 574 Zuschauer

Der ursprünglich geplante Besuch beim Landesligisten Buchbach wurde um zwei Wochen verschoben, als sich Toni mit dem Angebot meldete, nach Zwickau zu fahren. Schließlich war auch noch PF-Markus dabei, so dass die Kosten für das WE-Ticket gedrittelt werden konnten. Toni hatte das Gerücht gehört, der FSV würde in der nächsten Saison nicht mehr im Westsachsenstadion spielen, also musste noch in dieser Runde eine Partie dort gesehen werden. Der Gegner, Germania Halberstadt war weniger attraktiv, aber das war mir eher wurscht. Zu früher Stunde ging es in Feldmoching los, in Landshut stiegen Toni und PF-Markus zu. Die Hinfahrt wurde recht locker mit diversen Geschichten gut über die Zeit gebracht. Gegen 13 Uhr erreichten wir Zwickau-Schedewitz, von wo es in zehn Minuten durch Wohngebiet zum Stadion ging. Über die sehr interessante Stadiongeschichte erfährt man viel im „großen Buch der deutschen Fußballstadien“ von Werner Skrentny. Mein Eindruck: Sehr imposant ist natürlich der Turm mitten in der Haupttribüne. Einzigartig wird das Stadion durch die eingelassen Stahlrohrtribünen, zwischen und unter denen man noch die alten bröckelnden Stufen sehen kann. Die Zwickauer standen unter dem Druck, dieses Spiel gewinnen zu müssen, wollten sie nicht noch tiefer in den Abstiegsstrudel geraten. Während die erste Halbzeit, an deren Ende dem FSV der Führungstreffer gelang, unansehnlich war, war der zweite Spielabschnitt ganz unterhaltsam, 3:1 hieß es am Ende für die Gastgeber. Die Kulisse von knapp sechs Hundert Zuschauern war für mich etwas enttäuschend, auch wenn man wohl gegen einen Gegner wie Germania Halberstadt nicht mehr erwarten kann. Der FSV-Block fiel insgesamt eher durch das niedrige Alter auf als durch besondere Aktionen. Gästefans Fehlanzeige, auch wenn drei Typen auf eine der Rohrkonstruktionen im Gästeblock saßen, beim Treffer aber nicht jubelten. Alles in allem ein recht amüsanter (auch wegen des Dialekts) und sonniger Fußballnachmittag. Nach einer über sechsstündigen Heimfahrt war ich um Mitternacht zuhause, Toni und PF-Markus fuhren noch weiter bis Wasserburg/Inn wo es dann mit dem Auto nach Siegsdorf respektive Rosenheim ging.